Heute war in Heppenheim traditioneller Nikolausmarkt.
Als wir losgefahren sind, hat es angefangen zu regnen. Verzweifelt haben wir in der Stadt Parkplatz gesucht. Der Scheibenwischer surrte uns vor: es regnet, kein Parkplatz, fahrt heim. Der Gedanke hat uns immer besser gefallen, und dann wurde plötzlich vor uns ein Platz frei. Jetzt „mussten“ wir doch los ziehen.
Ein Wochenblatt hat den Markt als den „schönsten an der Bergstraße“ bezeichnet. Na… dafür braucht man sehr viel lokalen Patriotismus und paar Glühweine. Ok, er ist hübsch, erstreckt sich von der Fußgängerzone, über den Kleinen Markt, weiter zum Großen Markt und auf dem Kirchplatz. Aber er dauert nur einen Tag und ist wohl immer verregnet.
An den Ständen kann man kleine Geschenke kaufen, Schals, Socken, Kerzen, Weihnachtsdeko (samt der typischen für Dezember Weidenkätzchen), sowie Würstchen, Kartoffelpuffer, Kuchen essen und viel, viel!! Glühwein trinken. Ich glaube, es gab ihn an jedem Stand, so viel kann keine Stadt austrinken.
Nicht fehlen durfte Rudolf Kohl, der alte Traditionen lebendig hält, bei solchen Stadtveranstaltungen mit Hellebarde durch die Menschenmenge geht und zu späteren Stunde die Leute heim schickt. Er hat wohl immer schon (wirklich immer!) in Heppenheim gelebt und man kann sich die Stadt ohne ihn nicht vorstellen.
Und den echten Nikolaus, den mit goldenem Mantel und Krummstab, haben wir auch gesehen – ist etwas eilig an uns vorbei gelaufen, musste sicher zu Arbeit. Wie menschlich.
Zum Nikolausmarkt sind auch die Geschäfte in der Fußgängerzone bis 18:00 offen geblieben.
Unter dem Schirm, haben wir alles mal rauf und mal runter abgegangen. Vom Schirm (unserem oder dem des Nachbarn) hat es mir in den Glühwein getropft. Egal.
Wir haben noch paar Plätzchen gekauft. Als die Tochter klein war, habe ich viel gebacken, aber jetzt backt sie selbst und wir kriegen paar ab. Ehrlich gesagt, habe ich keine Lust mehr und unsere schönen Körper brauchen auch nicht mehr so viel…
Der Regen hat aufgehört (nächstes Jahr gehen wir eine Stunde später), Plätzchen in der Hand. Nix, wie nach Hause.
Nächste Woche werden wir wohl nach Bensheim fahren, da ist auch ein schöner Markt. Oder sogar noch schöner? Aber psssss… der Feind hört mit.