Weinmarkt

Von | 27-06-2009

Gestern hat zum 57 mal der traditionelle Weinmarkt angefangen. Das Wetter war sommerlich, wie bestellt (u.a. von aus auf Azoren), alle Jacken waren unnötig.
10 Tage wird in der Heppenheimer Altstadt das Abendleben pulsieren, Tausende werden sich zwischen Ständen mit Wein und Essen schieben, von einer Musikstelle zur anderen.
Um 19:30 wurde der Weinmarkt offiziell eröffnet, mit Bürgermeister, Weinköniginnen, Fanfaren und Salut – der unser Gehirn und die alten Mauern fast zum wackeln gebracht hat.
Und es gab Freiwein! Viele Gläschen wurden unter den Mann (und Frau) gebracht.
Die Gassen haben sich gefüllt. Hier und da hat man schon bekannte Gesichter gesehen, Begrüßungen, Winken. Gleich haben wir auch Nachbarn getroffen, mit denen wir uns gern zusammengesetzt und die ersten Schorlen getrunken haben. Der Hunger wurde auch gestillt. Dann sind wir zum Markt gelaufen, wo wir am Brunnen mit Freunden verabredet waren. Man wechselt auch gern den Standort, um nichts zu verpassen. Denn: sehen und gesehen werden, nicht wahr?
Und das Leben wäre so schön, wenn … mein Wecker nicht um 5:30 klingen sollte. Kurz nach elf hat uns also die Vernunft Heim geschickt.
Macht nichts. Weinmarkt läuft noch 9 Tage.
Die Organisatoren rechnen mit 100 000 Besuchern, für die 40 Versorgungsstände mit „Weck, Worscht und Woi“ (= Brötchen, Wurst, Wein) und noch viel mehr!, bereit stehen.
30 Musikformationen werden mit 44 Auftritten für Stimmung sorgen. 18 Winzerbetriebe schenken 310 Erzeugnisse (Jahrg. 2006,`07,`08) aus. Neben dem Abendprogramm (ab 20:00) wird es auch u.a. Seniorennachmittag mit organisiertem Fahrtdienst geben, öffentliche Weinprobe, Streichelzoo für die Kleinen, Frühschoppen, „Hepprumer Bohnensupp“ (Bohnensuppe) zugunsten der Afrikahilfe von St. Peter und eine Drehorgel spielt für brasilianische Straßenkinder.

Leider können nicht alle einfach nur Spaß haben. Für manche gibt erst Alkohol einen Sinn und Ziel. Paar besoffene Köpfe – es war sicher eine Gruppe, denn erst die Gesellschaft der Gleichen gibt Mut – haben entlang der Mozartstraße Spiegel an allen parkenden Autos abgebrochen. Ca 20 Eigentümer haben den Schaden und Kosten. Aber die Dummheit hat ihr Spiel gehabt, leere Saufhirne haben sich sicher gekringelt vor Lachen, wenn der Fuß das Ziel getroffen hat. Oder war „knapp daneben“ sogar noch lustiger?
Aber, Achtung, der Alkohol hat schon manchen Hirn dauerhaft vermatscht.

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