In unserem Rebmuttergarten wird eine neue Methode gegen den Schädling Traubenwickler getestet. Die Methode ist schon bekannt, aber bei uns ist die Anwendung wegen den besonderen Lagen erschwert.
Der Traubenwickler, unter den Winzern auch „Motte“ genannt, ist ein Schmetterling, ein wahrer Sexualprotz. Er spürt das Weibchen dem Geruch nach und begattert es freudig im Flug.
Die Winzer hängen jetzt in den Wingerts Ampulen mit dem vielversprechenden Duftstoff des Weibchens auf, den Pheromonen. Die Motte riecht es, Freude steigt auf und sie begibt sich auf die Suche. Aber wo ist sie, die Hübsche? Von allen Seiten reicht es nach Sex und die Mädels sind nicht zu sehen. Der Traubenwickler sucht, fliegt, riecht, wickelt sich um sich selbst (vermutlich…). Der Arme wird müde, das kleine Mottenköpfchen wird wirr und dümmlich. Was bleibt jetzt? Sich ermüdet und unerfüllt ins Eckchen zu verkriechen. Es war mal ein Sexualprotz…
Und die Trauben sind gerettet und der Wein kommt.