In der Stadt ist wieder was los – die alljährliche Autoausstellung und viele offene Geschäfte heute, am Sonntag.
Gestern war schlechtes Wetter, es hat geregnet, man könnte schon denken, dass auch diese Veranstaltung, wie der Frühjahrsmarkt, ins Wasser fällt – im wahrsten Sinne des Wortes. Aber heute war die Sonne da und immer mehr Leute sind in die Fußgängerzone gekommen. Die ganze Bachgass (eigentlich richtig: Friedrichstraße) und paar Seitenstraßen waren zugestellt mit Autos, aller (na, fast) Marken, Modelle, Klassen. Man konnte sich reinsetzten, anfassen, mit dem Händler reden und fragen, fachsimpeln, sich ein neues Auto aussuchen.
Dabei hat man die Kleinen, die potenziellen Kunden der nächsten Jahre (nur Geduld…), nicht vergessen. Für den Papa großes Auto, für den Bub ein blauer Bagger.
Wir haben schon zwei Autos bei der Ausstellung „gekauft“. Erstes, nachdem wir 1995 unser vorheriges, fast noch neu, im Unfall verloren haben und da der Wagen unser Leben gut geschützt hat, haben wir gleiches genommen. Und unser aktuelles Auto. Wobei wir damals mit völlig anderen Gedanken zu der Ausstellung gegangen sind. Wir wollten uns auslaufende Focus-Modelle anschauen, Kosten? Auswahl? Wir haben auch etwas gefunden und dann einen Fehler gemacht, und uns in den großen Bruder gesetzt, „nur schauen“, wir haben ihn gestreichelt, eingeatmet… und wollten keinen Auslaufmodell mehr haben, nur dieses Neue.
Heute sind wir auch natürlich zu unserem Händler gegangen, haben uns mit einem der Partner und mit dem Meister unterhalten. Ach, nein, wir suchen nichts Neues, wir spazieren bei der Sonne und schauen uns die Schönen und die Biester an. Herr D. ist ein sehr sympatischer, offener Mann, der immer mal gern plaudert, und wenn es auch beim Einkaufen ist. Auch heute war gleich ein Thema da.
Etwas Besonderes und Interessantes ist immer die Ecke mit den alten Automobilen, für die Liebhaber und die Neugierigen.
Bei dem Wetter sind wir zum Markt gegangen und haben uns in der Sonne draußen gesetzt. Es waren noch viele Tische frei, es war erst 13 Uhr, nach der Zeitumstellung und den kalten Tagen, sind viele noch nicht richtig in die Gänge gekommen, und die meisten waren auch noch bei der Ausstellung. Nachmittags findet man hier schwer einen freien Tisch. Falls jemandem noch zu kühl wäre, konnte man sich in eine der Decken einwickeln, die nach der neuen (sehr guten!) Mode auf den Sesseln lagen. In der Sonne war es schön, aber unter den Popo habe ich mir auch eine genommen.
In allen Jahren, seitdem wir die Stadt kennen, hat sich die Bepflanzung auf dem Markt verändert. Früher waren Geranien da, heute stehen Palmen und Olivenbäumchen.
Aus der heutigen Zeitung:
– es war die 34. Ausstellung, seit 1975
– zwanzig Händler aus 7 Kommunen haben über 250 Neuheiten vorgestellt
– trotz schlechtes Wetter am Samstag waren ca. 20 000 Besucher da
– die Abwrackprämie war ein der häufigsten Gesprächsthemen