Wir haben schon den halben Februar. Eigentlich ist noch tiefer Winter, aber nicht bei uns, an der Bergstraße. Hier werden wir vom Klima verwöhnt. Es ist schon über zwei Monate kalt – das reicht. Wir sind es leid und warten auf den Frühling. Letztes Jahr haben schon am 3.02. die Krokuse geblüht. Aber jetzt haben wir immer noch um null Grad und morgens muss man meistens das Auto etwas abkratzen.
Gestern sind zehn Schneeflocken gefallen – Mitte Januar wäre es OK, aber Mitte Februar ist es quellend. Jedoch die Natur weiß damit umzugehen, die nächtliche Kälte holt sie tagsüber auf. Und es gibt genug Frühlingsboten.
Unsere Terrassen liegen geschützt und sonnig, so dass man recht früh draußen den Kaffee trinken kann. „Erster!“ wer wird es dieses Jahr rufen? Vor paar Jahren waren wir es, Ende Januar – na, gut, in Pullis.
Schnee haben wir nicht viel, höchstens paar Tage müssen wir schieben. Frost ist uns auch gnädig. Aber wir haben auch vor paar Jahren gute 2 Wochen minus 18 Grad. Und dieses Jahr haben viele Tage minus 10 Grad angehalten, lange genug, dass uns das Mineralwasser in der Garage eingefroren ist. Die PET-Flaschen haben dabei zweite Formung absolviert und wurden danach zu Plastiktüten.
Wir hoffen stark auf ein gutes Wetter am 22.02., zum Fastnachtsumzug.
Und wir geben nicht auf. Mein Wintermotto funktioniert: „jeder Tag bringt uns näher an den Frühling“. Wir suchen und finden die Zeichen.
Und heute? Aufwachen in Weiß! Was für eine Überraschung.
Unser netter Nachbar, der früher aufgewacht ist als wir, hat schon den gemeinsamen Weg freigeschaufelt. Wie heißt es? Die Morgenstund… macht Wege frei?
Aber die Bilder mussten wir sehr schnell machen, da der Zauber bei plus-Graden vor den Augen von den Ästen abgefallen ist.