Auf den Bergen über der Stadt, am Steinkopf, wurde der „Erlebnispfad Wein und Stein“ eingerichtet. Auf 6,9 km (Abkürzungen möglich) kann man an 30 Stationen Wissenswertes über Wein, Rebsorten, Geologie, Klima, Geschichte, Flora und Fauna der Region erfahren. Das Gebiet gehört zu UNESCO-Geopark Bergstrasse -Odenwald.
Neugierig nach den Informationen aus dem Prospekt und Internet, haben wir uns am Samstag, mit Freunden, Karte, Rucksäcken und viel Humor auf den Weg gemacht. Der Tag war noch neblig, aber die Wettervorhersage vielversprechend. Wir waren die ersten unterwegs, Stille, leichter Nebel umhüllte die Stadt unter uns, ein Reh lief über den Weg. Auf dem ersten Kilometer sind wir nicht gut vorwärts gekommen, da wir immer wieder etwas gefunden und gesehen haben, das wir lesen, schauen, fotografieren wollten. Schon vor 11:00 haben wir uns schauspielerisch vor der Webcam präsentiert und freundlich gewunken- wer weiß, wer uns da im Internet sieht. Wir haben viele Skulpturen gesehen, die hiesige Artisten aus Materialien aus der Gegend gezaubert und in die Weinlandschaft platziert haben. Dann sind wir in ökologischen Garten abgebogen, und nicht gemerkt, dass uns auf diese Weise ein Teil entgeht: mit weiteren Skulpturen und der mediterranen Bepflanzung (u.a. Palmen, neu seit Frühjahr). Abhilfe nötig: an der Stelle stimmt etwas nicht mit der Beschilderung. Fazit? Wir müssen noch mal hin.

Webcamfoto
Der Nebel hat sich langsam gehoben, Aussichten wurden immer schöner, die Meter wurden immer länger… Sehnsucht nach einer Bank breitete sich aus. Natürlich nur wegen dem in-die-Landschaft-schauen. Aber, wo wir schon mal eine Bank hatten, da hat auch Jurek den Flachmann rausgeholt und die Freundin Brötchen und Wurst. Wein haben wir nicht gehabt, aber genug Weintrauben.
Weiter haben wir das Motorgeräusch einer Sprühpumpe und die dazugehörende Wolke wahrgenommen. Als wir nähergekommen sind wurde sie ausgemacht. Sicher damit sie uns die Ruhe und die Vögel nicht stört, und uns die tolle Luft nicht schlecht macht. Der gute Mann war so nett, hat abgewartet bis wir weg waren, hat sich nicht mal gezeigt, bevor er weitergemacht hat. Ach, was soll`s, bevor aus diesen Trauben Wein gemacht wird, spült der Regen schon vieles ab, und den Rest vergessen wir…
Die Wanderung war schön und interessant, die fast 7km sind in bequemen Schuhen gut zu laufen. Viele Bänke zum verweilen, wunderschöne Landschaften. Ich weiß schon, dass wir dort wieder gehen werden, vielleicht zu anderer Jahreszeit, z.B. im Herbst, wenn sich die Reben verschieden färben und sich als bunter Teppich über die Hügel legen.