Es weihnachtet immer mehr um uns. Weihnachten – das ist nicht nur die Zeit der Einkäufe, aber auch des Nachdenkens, Erwartung und Vorfreude.
Der Advent wird traditionell und vielseitig gefeiert. Jeder hat zu Hause die Kränze oder Dekoration mit vier Kerzen, schon jedes kleine Kind kann „Advent, Advent, ein Lichtlein brennt…“ aufsagen.
Und spätestens, wenn die letzte Kerze angezündet wird, sollte man alles für die Feiertage bereit haben, Baum,Termine für Besuche, Menu, Geschenke.
In der vorweihnachtlichen Zeit werden viele Weihnachtsfeiern organisiert, meistens diese von der Arbeit – das ist eine nette Form den Mitarbeitern und Kollegen einen Dank auszusprechen. Jurek geht mit seinen Kollegen, und ich werde sogar zwei haben, eine von unserem Büro, ca 40 Mitarbeiter und eine große vom Caritasverband, für alle Sozialstationen aus dem Bezirk, da kommen schon leicht 250 Teilnehmer zusammen. Jedoch haben die Feiern, die wir kennen, nichts gemeinsam mit denen, die man aus amerikanischen Filmen kennt.
In vielen Städten werden Weihnachtmärkte eingerichtet. Bei uns wird am 6.12. der historische Markt mit Buden und Ständen zugestellt, wo man sich bei Licht und Musik mit Freunden trifft und mindestens Glühwein und heiße Maronen oder Crêpes nimmt oder noch ein Geschenk oder Deko kauft. Es ist schade, dass unser Markt nur einen Tag dauert. Es ist so viel Vorbereitung und manchmal passt einem auch der einzige Termin nicht, da würde man gern am anderen Tag oder auch noch mal gehen. Sehr schöne (und unvergleichbar größer) sind die Märkte in Heidelberg und Mannheim. Wie immer, werden wir mindestens zum einen davon sicher fahren.
In unserem Stadtteil, heppenheimer Weststadt, hat sich seit 5 Jahren ein „lebendiger Adventskalender“ etabliert. Ab 1.12. wird sich täglich an einem Haus eine Gruppe treffen, die zusammen paar Weihnachtslieder singt und ein Gebet spricht, vielleicht bringt jemand eine Gitarre oder Mundharmonika mit, vielleicht stellt die Gastfamilie einen Teller mit Plätzchen bereit oder Kaffee aus der Thermoskanne. In einer Halben Stunde gehen sie wieder auseinander. Am nächsten Tag ist ein anderes Haus dran, die aktuellen Adressen stehen in der Zeitung und in der Kirche. Der lebendige Adventskalender wird von unserer katholischen Kirche Erscheinung des Herren organisiert, aber eingeladen sind alle, katholisch, evangelisch, groß, klein, mit Tuch oder Turban, Nachbar, Gast und Tourist. Die Kinder bekommen dabei kleine Geschenke oder basteln selbst etwas, damit wird nach und nach der Baum in der Kirche geschmückt. Und wenn der Baum voll ist und die vierte Kerze brennt –
– dann ist Weihnachten, ein Fest der Liebe und des Friedens.