Fastnacht

Von | 09-03-2011

Also, den Fastnachtumzug haben wir hinter uns.
Das Wetter war super, Sonne, blauer Himmel, warm – was wollen wir mehr?
Die Stadt fühlte sich schon Vormittags mit allen möglichen und unmöglichen Gestalten. Manche wollten zeitig guten Steh- und Sichtplatz finden, andere waren noch zu Treffs mit Freunden unterwegs.
Wie unsere Zeitung gemeldet hat, waren 120 Tausend Menschen dabei (zu Erinnerung, unsere Stadt hat 25 000 Einwohner), also die Strassen waren voll, die Stimmung gut.
Spätestens, wenn sich die Wagen in der Mozartstraße anstellen und die dröhnende bum-bum-Musik in die Zimmer eindringt, erfasst einen die Fastnachtstimmung und man muss los.
Die Jüngeren und Lustigeren können bis zum Markt und Altstadt gehen, dort wird nach dem Umzug immer noch gut gefeiert. Wir sind nur bis zu Mozartkugel (Kreisel in der Mozartstraße, so klein, dass man sich vom Lachen rumkugeln muss), nicht weit von uns, beim Bäcker – Kreppel müssen sein! und am Grillstand. Wir haben zwar gegen die Sonne gestanden, es war etwas schwer die Fotos zu machen, aber es hat sich so schön nach Frühling gefühlt.
Umzug ist vorbeigegangen, 102 Gruppen waren bunt, lustig, laut. Musik hat sich von einer Gruppe mit den nächsten gemischt. Helau-Rufe bis zum rauen Hals sind dabei ein Muss. Alle Hände waren gestreckt nach paar Süßigkeiten, die zugeworfen wurden, als ob man lange nicht hätte. Aber darum geht es nicht – Hauptsache man hat was gefangen. Und was man nicht wollte, hat man den Kindern zugesteckt. Ich habe so Appetit auf Magnum- Eis gehabt. Wir sind doch hier an der Langnesequelle und im Umzug werden immer Tonnen davon geworfen. Aber am Sonntag habe ich nur paar im Flug gesehen und gefangen habe ich nur Wassereis. Eee, das wollte ich nicht und habe es den Kinder gegeben. Ich wollte dickes, fettes, sahniges Magnum, mit Schokolade und Mandeln! Noch besser zwei oder drei!

Und wenn man Pech hat, dann voll. Kennt ihr das? Nicht nur, dass ich kein Magnum bekommen habe, dann musste ich noch nach dem Umzug arbeiten.
Das Fahren war nicht ganz so lustig, hier und da noch Sperrungen, Menschengruppen, Aufräumarbeiten – alles hat mich in großen Zeitverzug gebracht, aber die Patienten haben Verständnis gehabt, manche waren selbst auch dabei. Nur die Blutzuckerwerte habe ich überall hoch gemessen – na ja, die kleinen Alterssünden – sie haben auch Kreppel genascht.
Abends haben sich die Strassen langsam geleert. Piraten, Zwerge, Prinzessinnen, Bettler, Clowns, Engel, Teufel – ojej, was da noch alles gerade und wackelig den Heimweg suchte.
Für`s Auge ist ein Bild der Verwüstung geblieben, Müll, Glas, Papier, Becher. Und dem Müll nach – hat es doch Magnum gegeben. Viel Magnum!!
Die Stadt hat viel zu tun gehabt. Aber schimpfen wir nicht so sehr über den Dreck und die Kosten. Schließlich wurde jedes Papier vorher mit Inhalt gekauft und bezahlt. Und 120 000 haben einen Riesenspaß gehabt.
Montags war alles aufgeräumt und die Köpfe wieder klar (so mancher konnte aber noch bis Dienstag weiter in anderen Städten feiern).
Jetzt können wir eine schöne Erinnerung behalten und uns auf weitere Veranstaltungen in diesem Jahr freuen.

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