In der westlichen Nachbarschaft tut sich was. Zäune sind gezogen, Umland und Gestrüpp geräumt, Lärm macht sich bemerkbar.
Inzwischen laufen die Arbeiten auf dem Areal des leer stehenden Arbeiterhotels der Langnese – Casa Europa an.
Die Wohnbau Bergstrasse (mit Herr Jakobi) verwirft auch den Gedanken den Rundbau (frühere Kantine) abzureißen und möchte das „Ufo“ doch für weitere Nutzung umbauen. Verschiedene Vorschläge wurden vorgelegt, aber am ehesten gefällt die Idee von einem Treffzentrum für Jugend, Senioren, Familien aus umliegenden Straßen der Weststadt. Heppenheims Seniorenbeirat wie auch die Caritas (frühere Zeitungsnotiz) befürworten das Vorhaben.
Außerdem könnte das Gebäude Platz für Veranstaltungen bis 500 Besucher bieten – und das ist in Heppenheim Mangelware!
Zu der Gegen-Aktion (s. Ghetto 1 und 2) und den Bedenken über Problemviertel hat Herr Jakobi in heutiger Ausgabe Starkenburger Echo auch kurze Stellung genommen.
Der Baulärm ist zu Zeit auch bei uns zu vernehmen, wenn auch nicht sehr störend. Aber unsere Häuserreihe (östlich) ist Baustellen erprobt, denn seit vier Jahren erleben wir (hautnah, mit Staub, Maschinen, Krach) die Entstehung von 40 Häuser. Mit Sehnsucht schauen wir auf die Arbeiten am allerletzten Haus, kämpfen jetzt täglich in der Enge mit den Bauleuten und -maschinen um Raum und hoffen auf ruhige und saubere Weihnachten. (Starkenburger Echo vom 17.07.10.)
Die Erfahrung, wenn auch nur im Teil und kürzer, steht der westlichen Reihe erst noch vor. Aber zum Trost: man gewöhnt sich daran.
Der Zaun um Casa Europa wird später begrünt und die Anlage von der Stadt gepflegt, was nicht schlimmer sein kann, als das vergammelte Bild der letzten Jahre.
Wer weiß, vielleicht wird es dort am Ende schöner aussehen, als in unserer Siedlung? Dann hätten wir ein echtes Problem…